Ist ein Miteinander auch in der Politik möglich?

 Soziokratie bedeutet: „Wir entscheiden gemeinsam“

Für eine Ansicht des kompletten Flyers, bitte hier klicken. Gedruckte Flyer senden wir auf Anfrage gerne zu. Beim Druck haben wir uns bemüht, eine möglichst umweltverträgliche Druckart zu wählen – wie die nachfolgenden Zertifikate zeigen.

PolitikerInnen aus Regierungs- und Oppositionsparteien, aus allen politischen Gremien von der Gemeindevertretung (Gemeinderat) bis zum Parlament (Nationalrat), sowie interessierte Bürger*innen, treffen sich um über die Möglichkeiten der Soziokratie in der Politik nachzudenken und neue Formen des miteinander Entscheidens und Gestaltens zu erforschen.

Es gibt keine fertige Lösung. Es gibt nur eine Sehnsucht oder eine Ahnung, dass man auch miteinander gut entscheiden kann – statt überstimmt zu werden. Und zwar auch dann, wenn man nicht dieselbe Meinung hat.

Wissen Sie, ...
  • … dass Soziokratie eine Form der Demokratie ist, in der alle von Entscheidungen Betroffenen gemeinsam entscheiden?
  • … dass es diese Methode seit 40 Jahren gibt und sie in unterschiedlichsten Settings bestens funktioniert?
  • … dass es inzwischen viele verschiedene Methoden und Werkzeuge gibt,  die eine Mitbestimmung aller bei der Beschlussfassung ermöglichen.Wir wenden uns an Sie als PolitikerInnen und Politik-Interessierte,  weil wir glauben, dass Sie sich ebenso nach mehr Zusammenarbeit und gemeinsamen Lösungen sehnen wie wir.

Seit August Comté gab es viele unterschiedliche Ausprägungen der Idee von “Soziokratie”.

Erst Gerard Endenburg hat 1970 in seiner Elektronik-Firma „Endenburg Elektrotechniek“ ein Werkzeug für gemeinsame Entscheidungen entwickelt, das “Soziokratie” lebbar macht. Soziokratie heißt: Wir entscheiden gemeinsam.

“Gemeinsam” heißt nicht einfach, jeder hat eine Stimme, sondern es heißt: “niemand wird übergangen”. Wenn ich als Individuum mich zu einer “Gemeinschaft” oder zu einem Gemeinwesen zugehörig fühlen möchte, erwarte ich nicht nur beachtet und gehört zu werden, sondern auch mitgestalten zu können.

Das Mehrheitsprinzip gewährt dieses Recht auf Beachtet-werden und Mit-gestalten nicht allen, weil es die Möglichkeit enthält, überstimmt zu werden.  

Die Soziokratische Kreisorganisations-Methode SKM nach Gerard Endenburg ermöglicht auf eine effektive Weise Mitbestimmung, ohne dass jemand überstimmt, und damit übergangen wird. Mit Hilfe der SKM können  gemeinsam tragfähige Entscheidungen getroffen werden.

  1. Die Meinungsvielfalt ist dabei der Schlüssel zu kreativen Lösungen, die aus einem moderierten Dialog entstehen → Konsentprinzip
  2. In der gemeinsam festgelegten Kreisstruktur sind Aufgabengebiete in Organisationen  nach dem Subsidiaritätsprinzip an Subkreise delegiert → Kreisprinzip
  3. Um die Teile der Organisation (Subkreise) gemeinsam steuern zu können, nehmen jeweils zwei Personen an beiden verknüpften Kreismeetings teil: die Leitung und eine Delegierte. Damit beeinflusst das Feedback in beide Richtungen, top-down und bottom-up, rechtzeitig alle Grundsatzentscheidungen → Doppelte Verknüpfung
  4. Alle Rollen und Funktionen werden mit offener Wahl nach einer offenen Diskussion von allen Mitgliedern eines Kreises gewählt. Menschen fühlen sich dadurch beauftragt und die anderen haben Vertrauen in sie. Das stärkt das Selbstvertrauen und fördert die Potentiale des Einzelnen → Offene Wahl  

 

Inzwischen ist die Soziokratie nach Gerard Endenburg seit fast 50 Jahren erprobt und hat sich als partizipative Organisationsform bewährt. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es bereits viele Beispiele, wie etwa eine Kinder- und Jugendklinik in Süddeutschland, mehrere IT–Firmen, mehrere private und eine öffentliche Schule, etwa 20 Cohousing-Projekte in Wien und Umgebung, viele soziale Unternehmen jeder Größe, zahlreiche Verbände und Vereine, EU-Projekte, zivile Initiativen und Genossenschaften. In der deutschsprachigen Soziokratie-Expert*innen-Ausbildung zum CSE – Certified Sociocracy Expert befinden sich seit 2013 etwa 44 Personen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, von denen 11 die Ausbildung schon abgeschlossen haben.

Der Trend zu partizipativen Entscheidungsmethoden hat sich seit der Jahrtausendwende verstärkt. Auch in Österreich (Graz) wurde 2004 eine inzwischen sehr bekannte partizipativ-demokratische Methode entwickelt, das „Systemische Konsensieren“. Auch das Internet mit seinen technischen Möglichkeiten erlaubt ermöglicht wesentlich mehr „direkte“ Demokratie und Mitsprache als je zuvor.

Das zukünftige Miteinander in der Soziokratie kann auf allen Ebenen beginnen:

  • in der Zusammenarbeit zwischen den gewählten Regierenden in nationalen Parlamenten, Länder- und Gemeinde-Vertretungen zum Zwecke der Gesetzgebung
  • in der gemeinsamen Entscheidungsfindung der Bürger*innen mit ihren politischen Vertretungen bei relevanten Themenstellungen
  • im Zusammenwirken der Vertretungskörperschaften (Parlamente, Gemeinde- und Stadträte) mit den öffentlichen Verwaltungsinstitutionen
  • In der Zusammenarbeit der Bürger*innen untereinander und mit den Verwaltungsinstitutionen bei der Bewältigung ihrer regionalen Probleme, zB. in der Lokalen Agenda 21

Hat sich das Parteien-System basierend auf dem Verhältniswahlrecht überholt?

Strukturen erzeugen Verhalten.

Ändert man die Strukturen, ändert sich auch das Verhalten.

Die aktuellen politischen Strukturen zwingen uns, gegeneinander anzutreten. Dieses System prägt seine Mitwirkenden. Es tut weh! Und nur wenige Menschen halten es aus, in diesem Streit-Klima mitzuwirken. Viele haben schon versucht trotzdem und inmitten dieser Strukturen zu kooperieren, aber es is mühsam und misslingt viel zu oft. Wir stellen in Frage, ob wir auch heute noch Strukturen brauchen, die Gewinner und Verlierer erzeugen.
Von zahlreichen Gemeinden haben wir erfahren wie schwer es ist, Menschen zu finden, die für ein politisches Amt kandidieren möchten. Insbesondere Frauen ziehen sich wieder vermehrt aus dem derzeitigen politischen Geschehen zurück.
 

Mit diesem Kongress wollen wir den Stand der politischen Entwicklung in Richtung eines partizipativen Demokratie-Verständnisses erforschen. Sind wir schon reif für eine kooperierende Gesellschaft? Kann Demokratie heute partizipativ gedacht werden?
Wieviel Bereitschaft, Neugierde und Offenheit gibt es dafür, gemeinsam gute Lösungen zu finden, anstatt automatisch die Lösungen der Mehrheit zu akzeptieren?
Lassen sich politische Strukturen verändern? Braucht es dazu neue Gesetze, oder kann jede Gemeinde einfach damit anfangen? Was hindert uns daran, Politik neu zu denken? Stecken Glaubenssätze dahinter oder drohen reale Gefahren wenn man beginnt zu kooperieren? Vielleicht fehlen uns zum effektiven Kooperieren einfach nur neue Bilder? Oft hört man auf die Frage „Warum gibt es bei uns das Parteiensystem und das Verhältniswahlrecht,“ folgende Antwort: „Weil noch keinem etwas besseres eingefallen ist.“ Es wird Zeit dass uns gemeinsam etwas besseres einfällt!

Vor mehr als hundert Jahren war das Parteien-System mit Mehrheitswahlrecht die Lösung, um die Monarchie zu beenden. Nun stehen wir wieder an einem Wendepunkt. Wir glauben, dass wir uns als Bevölkerung, als Souverän der wir in der Demokratie sind, wesentlich weiterentwickelt haben. Die Sehnsucht nach partizipativen, demokratischen Strukturen wächst. Wie kann das gehen? Gibt es Lösungen die uns gemeinsam weiterbringen und verbinden, statt zu polarisieren und uns zu trennen? Sieht man sich die aktuellen Bücher zum Stand unserer Demokratie an, ist die Situation heikel bis gefährlich. Neben Plädoyers für ein „starkes Europa ohne Nationen“, stehen Themen wie „Identitätspolitik“, oder „Entfremdung zwischen Politik und Bevölkerung“. Unser Kongress lädt ein darüber nachzudenken, wie wir den Spalt zwischen Politiker*innen und Bevölkerung, aber auch den Spalt der aufgrund unterschiedlicher Identitäten besteht, schließen könnten. „Soziokratie“ bedeutet, dass Strukturen nicht nur helfen Unterschiedlichkeiten zu überbrücken, sondern das Potential der Verschiedenheit für bessere Lösungen zu nutzen.

Die These, die wir überprüfen wollen, lautet:

“Mithilfe vieler verschiedener Standpunkte und auf Basis unterschiedlichster Bedürfnisse entwickeln wir gemeinsam kreativere und damit  bessere Lösungen als bisher, hinter denen dann auch alle stehen.”

Lassen Sie uns beim Kongress in dieses Feld eintreten und seine Grenzen und Herausforderungen gemeinsam erforschen.

Wie das bereits in Indien funktioniert, lesen Sie im Interview mit Edwin Maria John

Unter den Teilnehmenden sind:

Wolfgang Kogler
Florian Bauernfeind
Rainer Krismer
Luise Ogrisek
Josef Mikus
Annemarie Obermüller (Vizebürgermeisterin, Neumarkt im Mühlkreis)
Michael Langerhorst (Gemeinderat, Neuhofen/Krems)
Christine Gollatz
Indre Bogdan
Iris A. Meyer
Sabine Lehner
Helmut Friedl
Gyuri Bárány
Erich Visotschnig (Erfinder der SK-Methode)
Pia Haertinger (Stadträtin, Augsburg(D))
Angelina Tschögl
Siegfried Vogel
Ulrike Böker (Landtag, Oberösterreich)
Tim Weinert
Konrad Steurer (Gemeindevertretung, Bürs)
Johann Schörkhuber (Gemeinderat, Gaspoltshofen)
Janina Hentschel
Maria Brandenstein
Guido Güntert
Hanna Grubhofer
Sonja Stepanek
Stefan Voth
Lisa Praeg
Dorothea Erharter
Thomas Diller
Thomas Arnfelser (Gemeinderat, Neumarkt im Mühlkreis)
Jennifer Schell
Rita Mayrhofer
Volker Visotschnig
Orsolya Lelkes

Inputs

Diesen Menschen werden unsere Forschungsreise begleiten und wichtige Inputs liefern

Eva Häfele

Frauen in politischen Positionen – ein Beitrag zur Ermutigung

Freischaffende Sozialwissenschafterin mit den Forschungsschwerpunkten Frauen, Jugend, Arbeitsmarkt und Migration
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    Edwin Maria John

    Politik und Regieren als wäre jeder wirklich wichtig (englisch mit deutscher Übersetzung, gemeinsam mit Joseph Rathinam)

    bereitete in den 1970-ern in einem Dorf in Indien die auf kleinen Nachbarschaften basierende Teilnahme an der Regierungsführung vor. Schließlich entstanden in Indien und in einigen anderen Staaten hunderttausende Nachbarschafts- und Kinderparlamente.
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    Joseph Rathinam

    Politik und Regieren als wäre jeder wirklich wichtig (englisch mit deutscher Übersetzung, gemeinsam mit Edwin Maria John)

    Als Master Trainer für Nachtbarschaftsparlamente schult er seit 20 Jahren hunderte von NGOs in ganz Indien. Er ist Herausgeber eines Buches über Soziokratie und war Herausgeber und Verleger des tamilischen Monatsmagazins “Children Parliaments”.
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      Gnanasekar Dhanapal

      Kinder sorgen selbst für die Veränderung die sie brauchen

      der heute 18-jährige Gnanasekar war einige Jahre Ministerpräsident des indischen Kinderparlaments. Was Kinder bewegen, die selbst die Politik in die Hand nehmen.
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        Peter Frenzel

        SOZIOKRATIE ALS DIALOG – Personzentrierte Beziehungsmerkmale als alternativlose Bedingungen für gelingende politische Kooperation

        Peter Frenzel ist Wirtschaftspsychologe, Klinischer und Gesundheitspsychologe, personzentrierter Psychotherapeut und Supervisor
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        G.F. (Frits) Naafs

        Bürgermeister von Utrechtse Heuvelrug

        Eine Stadt in den Niederlanden mit fast 50.000 EW, hat 2015 begonnen die Bevölkerung in soziokratische Mitentscheidungsprozesse zu involvieren.
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          Dorothea Erharter

          Demokratie 2.0 (gemeinsam mit Dominik Berger und Werner Kratochwil): Präsentation von neuen, anschlussfähigen Modellen der Partizipation und Entscheidungfindung in der Gemeindepolitik, sowie gangbare Wege zu deren Einführung

          Geschäftsführerin des ZIMD. SK-Moderatorin und Trainerin für Systemisches Konsensieren. Zivilgesellschaftlich aktiv. Projektleiterin von VREDE – A Visual Tool for Responsible Decisions.
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            Dominik Berger

            Demokratie 2.0 (gemeinsam mit Dorothea Erharter und Werner Kratochwil): Präsentation von neuen, anschlussfähigen Modellen der Partizipation und Entscheidungfindung in der Gemeindepolitik, sowie gangbare Wege zu deren Einführung

            Mitgestalter des sk-prinzips, Berater für Unternehmen, Gemeinden und Gemeinschaften bei partizipativer Entscheidungsfindung, Organisationsgestaltung und Innovation.
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            Werner Kratochwil

            Demokratie 2.0 (gemeinsam mit Dominik Berger und Dorothea Erharter): Präsentation von neuen, anschlussfähigen Modellen der Partizipation und Entscheidungfindung in der Gemeindepolitik, sowie gangbare Wege zu deren Einführung

            Soziokratie Experte (CSE) in Ausbildung, neues Modell für die UNO mit Soziokratie(SKM) und Systemisch Konsensieren (SK) entwickelt
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            Barbara Strauch

            Struktur erzeugt Verhalten. Ändert man die Struktur, verändert sich auch das Verhalten. Erfahrungen mit soziokratischen Entscheidungsstrukturen

            Mitgründerin des Soziokratiezentrums Österreich Ausbildungsleiterin der deutschsprachigen Experten-Ausbildung für Soziokratie
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            Christoph Kutzer (Büro für Zukunftsfragen)

            Partizipation wirksam gestalten

            arbeitet an der Gestaltung von co-kreativen Entwicklungsprozessen als Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. #kooperation #partizipation #engagement #selbstorganisation #prozessdesign
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            Unsere Moderatorinnen und Moderatoren

            Programm

            Moderation: Ulrike Amann

            9:00 - 12:30
            Freitag Vormittag

            Am Beginn laden wir Sie ein, sich auf eine neue Erfahrung einzulassen.

            Weil ein Mensch sich nur bei ausreichend Redezeit auch gehört fühlen kann, werden wir in Kleingruppen zusammen sein, die genügend Raum für Austausch ermöglichen.

            Ein gemeinsames Ziel zu haben – auch wenn die Meinungen weit auseinander liegen – ist möglich, wenn gleichzeitig ein Kennenlernen des Anderen stattfindet.

            Unsere drei ersten Impulsgeber*innen halten sich kurz, sodass nach jedem Input ausreichend Zeit bleibt für den Austausch. Beteiligung braucht Redezeit.

             

            • “Struktur erzeugt Verhalten. Ändert man die Strukturen ändert sich auch das Verhalten.” Zehn Jahre Erfahrung mit soziokratischen Entscheidungsstrukturen. Barbara Strauch, Wien
            • “SOZIOKRATIE ALS DIALOG – Personzentrierte Beziehungsmerkmale als alternativlose Bedingungen für gelingende politische Kooperation.” Sind soziokratisch verfasste Formen der „Lebensteilung“ auch im Kontext der Politik möglich? Peter Frenzel, Wien-Linz
            • “Frauen und Demokratie – stellen die politischen Verhaltensweisen, die mit der Mehrheits-Demokratie erzeugt werden, ein Hindernis für Frauen in der Politik dar?” Eva Häfele, Hohenems

            Wir alle Kongressteilnehmer*innen werden beim „Soziokratie & Politik“- Kongress in Salzburg unsere eigenen Fragen stellen und auch selbst beantworten – in aller Diversität.

            Wie können wir gemeinsam gute Fragen formulieren? Kann uns das bei dieser Bandbreite von Weltanschauungen gelingen? Vielleicht entdecken wir, dass uns ähnliche Fragen bewegen in immer wieder neuen Variationen?

             

            Wir, die Gastgebenden, haben die Erfahrung gemacht, dass Verschiedenheit organisierbar ist und deshalb gehen wir davon aus, dass in den Kleinräumen die “richtigen” Fragen hervortreten werden.

             

            Die richtig wichtigen Fragen werden wir dann mit allen gemeinsam beantworten. Sicherlich nicht letztgültig schlüssig, aber als nächsten Schritt, als gemeinsames Lernen, vielleicht als Entwicklung, die sich abzeichnet? Auch dazu nutzen wir wieder partizipative Methoden.

            Zwei Impulsgeber*innen bieten uns am Ende des Nachmittags Beispiele für eine gelebte politische Partizipation mit Soziokratie – mit anschließendem Austausch an den Tischen.

             

            • Eine 50.000 Seelen-Stadt in den Niederlanden, Utrechtse-Heuvelrug, hat 2015 begonnen, mit den Bürger*innen alle wichtigen Entscheidungen für das Stadtparlament soziokratisch vorzubereiten. Auch im Stadtrat werden seither manche Entscheidungen im soziokratischen Konsent aller Mitglieder aller Parteien getroffen. Ein Vertreter aus dem Stadtrat Utrechtse-Heuvelrug, Utrecht, Niederlande (engl. Vortrag, mit deutscher Übersetzung)
            • In Indien hat Pater Edwin Maria John vor 30 Jahren begonnen, Nachbarschaftsparlamente zu gründen. Inzwischen wurden mehr als 35.000 solcher Parlamente organisiert und in soziokratischen Strukturen verbunden. Ab der 3. Ebene haben die Behörden den Prozess gestoppt, weil die Bewegung, die alle Menschen in Entscheidungen involviert, viel politische Kraft entwickelt hat. Edwin Maria John, Tamil Nadu, Indien

            Film “Every Voice Matters” über gelebte Soziokratie in Schulen

            Film „Power to the Children“ über Kinderparlamente in Indien – anschließend Diskussion mit der Regisseurin Anna Kersting

            Kamingespräche mit den Referenten*innen

            Informeller Austausch und Kennenlernen

            9:00 - 12:45
            Samstag Vormittag

            Inzwischen kennen wir uns gegenseitig besser. Auch am 2. Tag helfen uns die Methoden des Miteinander weiterhin gut zu kooperieren und uns gut zu hören. Gemeinsam erfahren wir von gelungenen Beispielen in Österreich …

             

            • Vorarlberg als Vorreiter – Bürger*innen-Räte seit 8 Jahren. Es berichtet das Vorarlberger Büro für Zukunftsfragen über Voraussetzungen von gelungenen Bürgerbeteiligungsprozessen anhand von Beispielen. Nur gehört zu werden ist nicht genug. Wo Mitentscheiden praktiziert wird, stehen die Bürger*innen hinter ihren Repräsentanten.
            • Ein mögliches Modell für eine partizipative Demokratie. Das Ergebnis einer Projektarbeit der Expert*innen für „Systemisches Konsensieren“ und der für die „Soziokratische Kreisorganisations-Methode – SKM“ in Österreich. Wie können demokratische Entscheidungsprozesse in Österreich aussehen, bei welchen die Macht von der Bevölkerung ausgeht? Dominik Berger, Graz und Werner Kratochwil, Wien

            … und besprechen uns nach jedem Input,  um Ideen, Bedenken und Herausforderungen in Lösungsvorschläge  zu verwandeln.

            Bis zum letzten Nachmittag unseres Kongresses werden wir viele Fragen und Themen aufgeworfen haben, die wert sind, weiter bewegt zu werden. Wir nehmen uns Zeit zum Vertiefen einzelner Gedanken und Gespräche. Es wird offene Räume dazu geben, die wir selbst gestalten werden. Wir weben ein Netz, lassen Enden offen und werden nicht fertig sein – aber unterwegs, wenn wir auseinander gehen.

            Wenn es nach uns Gastgebenden geht, haben wir im besten Fall viele wichtige Fragen für die Demokratie der Zukunft besprochen (ohne Anspruch auf letztgültige Antworten), wie zum Beispiel:

            • Wie kann ein partizipatives politisches System funktionieren? Wann ist Partizipation sinnvoll und wichtig?  Gibt es schon Ideen dazu? Oder sogar lebendige Beispiele?
            • Wo beginnt politische Bildung? Wäre es möglich, dass Kinder ihren Bildungsplan mitgestalten? Mündige Menschen wollen grundlegend mitentscheiden. Kinder handeln immer verantwortungsvoll wenn man sie mitentscheiden lässt, zeigt die Erfahrung.
            • Auf welchen Menschenbildern muss eine Demokratie der Mitbestimmung gründen? Wie beeinflussen Entscheidungsstrukturen das Menschenbild? Wie beeinflusst das Menschenbild die Strukturen?
            • Brauchen wir das Parteien-System für eine gute Zusammenarbeitsfähigkeit auf der Ebene der kommunalen Politik? Was ist sonst noch denkbar?
            • Welche historischen Bilder und Erfahrungen, kollektive Ängste und kapitalistische Machtzuweisungen hindern uns daran, die Macht der Bevölkerung zu geben?
            • Auf welche Forschungsergebnisse und Erfahrungen können wir zurückgreifen, um fundiert in eine mehr gemeinschaftliche Richtung weiterzudenken?
            Die Ernte ist uns wichtig

            Was nehmen Sie sich von unserem Kongress mit? Möchten Sie etwas hierlassen, etwas teilen, etwas ausdrücken? Wir werden durchgehend mithilfe partizipativer Kommunikationsmethoden kommuniziert haben. Was haben Sie dabei erlebt, gelernt, verlernt? Da wir auf einer Forschungsreise sind, werden wir auch die persönlichen Veränderungen erforschen und wissenschaftlich auswerten.

            Wir, das Kongress-Team, werden uns um eine wissenschaftliche Auswertung der Daten und anschließender Publikation der Ergebnisse kümmern.

            Der Kongress endet um 18 Uhr. Danach sind alle Landeshauptstädte noch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

            Wie erlebe ich als politisch aktive Person die Politik?

            Wir wollen im Vorfeld des Kongresses mittels eines kurzen Fragebogens erforschen, wie politisch aktive Menschen die aktuelle politische Situation erleben und bitten um Ihre Mithilfe.

            Ort

            ARCOTEL Castellani Salzburg
            Alpenstraße 6
            5020 Salzburg
            Österreich

            Webseite vom Seminarhotel

            Seminarorganisation

            E-Mail

            Telefon: 0681/10382785 (werktags 9-17 erreichbar)

            Übernachtung

            Es gibt die Möglichkeit im Seminarhotel (Arcotel Castellani) zu übernachten. Für den Kongress ist von 14.-17.11. 2019 ein Zimmerkontingent reserviert, das mit dem Stichwort „gemeinsame Politik“ gebucht werden kann.
            Wir bitten Sie Ihr Zimmer im Hotel selbst zu reservieren und zu bezahlen. (Telefonnummer: +43 662 2060-0)

            Die Zimmer pro Nacht (inkl. Frühstück) im Arcotel Castellani kosten:

            Ez: 141€ Dz: 189€

             

            Es gibt in der Nähe auch ein kostengünstigeres Quartier (Motel One Salzburg Süd), das in etwa 20 Gehminuten vom Seminarhotel erreichbar ist.
            Kosten für die Zimmer – exkl. Frühstück (11€):

            Ez: 69 € Dz: 84 €

            In 15 Gehminuten befindet sich die Altstadt Salzburg, wo sich zahlreiche weitere Übernachtungsmöglichkeiten befinden. Die Buslinie hält direkt vor dem Seminarhotel und fährt im Intervall von ca. 10 Minuten.

            Verpflegung

            Im Seminarpreis sind ein reichhaltiges Mittagessen sowie die Pausen-Snacks enthalten. Je nach Ticketart inkludiert der Preis auch das Abendessen.

            Die Küche des Seminarhotels bietet jeweils ein abwechslungsreiches, vegetarisches und nicht-vegetarisches Buffet. Wir bitten Sie bei der Anmeldung Ihre Präferenzen anzugeben.

            Da die Küche vegane Speisen nur auf Anfrage bereitstellen kann, bitten wir Sie in diesem Fall die Kongressadministration zu kontaktieren.

            Über uns

            Wir wollen Soziokratie in die Politik zu bringen, weil wir an eine Welt glauben, in der Entscheidungen gemeinsam von allen Betroffenen gefällt werden.

            Anja Sagara Ritter

            Philosophin, Soziokratie Expertin (CSE) in Ausbildung

            Einander zuhören, nachdenken und gemeinsam entscheiden - dann können wir unglaublich viel bewegen!
            Mehr

            Karin Schuster

            Juristin, Soziokratie Expertin(CSE) in Ausbildung

            Gemeinsam entscheiden und offene Wahlen abhalten, dann ist das klassische Parteiensystem obsolet
            Mehr

            Werner Kratochwil

            Leitung des Kongressteams, Soziokratie Experte (CSE) in Ausbildung

            Aktives, effizientes Mitgestalten und kluge Entscheidungen in der Politik
            Mehr

            Barbara Strauch

            Ausbildungsleitung Soziokratiezentrum Österreich

            Eine soziokratische Gesellschaft, in der wir als verschiedene, aber gleichwertige Individuen gemeinsam unsere Gesetze beschließen
            Mehr
            Stimmen zur Soziokratie
            „Wir regieren gemeinsam“ in unserer elternverwalteten Schule. Statt einem sechsköpfigen Vorstand arbeiten und entscheiden jetzt alle Beteiligten (über 70 Menschen) gemeinsam am Gelingen unserer Vision der Selbstorganisation und des selbstbestimmten Lernens mit. Viele schätzen vor allem die gut strukturierten Kreissitzungen. Dort öffnet sich im Handeln und Sprechen ein Raum für Begegnung und gleichwertigen Austausch. Das Ergebnis sind gute Entscheidungen, Freude und mehr Engagement der Einzelnen.
            Rita MayrhoferPrivatschule KreaMont und Universität für Bodenkultur Wien
            Ich habe in verschiedensten Zusammenhängen durchaus positive Erfahrungen mit Soziokratie gemacht. Gleichzeitig bin ich als Bürger dem derzeitigen Dilemma in der Politik ausgesetzt, dass bei immer mehr Entscheidungen einfach „drübergefahren“ wird.
            Ob Politiker*innen sich ernsthaft auf soziokratische Prozesse einlassen können? Ich bin skeptisch, doch die Hoffnung stirbt zuletzt! Den Versuch ist es jedenfalls wert. – Möge die Übung gelingen!
            Ferry ÖllingerSchauspieler
            Ich bin überzeugt, dass ein Miteinander in der Politik möglich ist. Die Demokratie mit Soziokratie zu erweitern wäre dazu eine hilfreiche Methode. Wenn die Mehrheit über die Minderheit „drüberfährt“ dann bleibt Frust und Rückzug! Das können wir mit Soziokratie verbessern. Probieren wir es einfach aus!
            Ulrike BökerLandtagsabgeordnete in Oberösterreich
            Spätestens wenn man Politik als den Prozess des Erwerbs, Gebrauchs, der Aufteilung oder des Verzichts auf Macht, Herrschaft und Entscheidungsbefugnisse oder –möglichkeiten versteht, wird klar: Soziokratie ist Politik. So ist es naheliegend eine Tagung in Hinsicht auf dieses Begriffspaar zu veranstalten. Ich freue mich auf gemeinsames Nachdenken entlang der Frage, welche Besonderheiten sich ergeben, wenn im politischen Kontext versucht wird, kollektiv bindende Entscheidungen im soziokratischen Miteinander zu finden.
            PETER FRENZELWirtschaftspsychologe, Klinischer und Gesundheitspsychologe, personzentrierter Psychotherapeut und Supervisor
            Ich kenne keine Methode, die unser basisdemokratisch angelegtes Modell so gut unterstützt wie die SKM! Sie passt auch zur anarchischen Kooperation, einem unserer hellen Prinzipien. Dabei geht es im Kern darum, dass Menschen selbstbestimmt leben und sich selbst organisieren können, ohne die Macht der Einen über die Anderen. Durch die SKM erreichen wir dieses Ziel nicht nur auf eine effektive, sondern vor allem auch auf eine menschlich Art.
            Thomas HeuserEhemaliger Geschäftsführer der ZEGG-gGmbH
            Soziokratie ist für mich nicht nur eine neue Methode, sondern erfordert und erzeugt eine neue Haltung, aus der ich mit anderen Menschen lebendig und wahrhaftig wirken kann. Die Praxis der Soziokratie setzt einen Prozess in Gang, der Selbstorganisation hervorbringen kann. Eine wesentliche Erkenntnis des Seminars für mich ist, dass die empathische Moderation dieses Prozesses der Schlüssel für den Erfolg ist. Barbara hat dies beispielhaft verkörpert und vorgelebt. Soziokratie hat für mich das Potenzial, die Art wie Menschen miteinander arbeiten und leben zu revolutionieren.
            Peter RichtsteigIT Consultant & Coach
            In der Presse
            Wie geht es weiter?
            Der Kongress soll ein Auftakt sein, um auch in Zukunft gemeinsam über ein politisches System nachzudenken, das uns als Bevölkerung, als der von politischen Entscheidungen betroffene “Souverän”, förderlich ist. Entlang unserer These:
            Ein System, das jeden Menschen mit seinen Bedürfnissen ernst nimmt, baut Ängste ab und fördert die gemeinsame Lösungsfindung.

            Sponsoren

            Diese Firmen und Einzelpersonen machen diesen Kongress möglich

            Falls Sie den Kongress anonym mit einer Spende ab € 10,- unterstützen möchten, nutzen Sie bitte die nachfolgende Spendemöglichkeit:


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            Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

            Ab einem erhöhten Teilnahme-Beitrag von 500€ erscheint hier Ihr Name, ab 700€ auch Ihr Logo oder Foto (wenn gewünscht). Wenn Sie nicht selbst teilnehmen und die Veranstaltung fördern wollen, sind Sie schon ab 500€ Förderbeitrag mit Logo zu sehen.

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